Die Bezeichnung Pashmina stammt aus dem Persischen und steht dort für Wolle, womit das Haar der Kaschmirziege gemeint ist. Bei uns wird mit Pashmina oft der Pashmina Schal bzw. ein aus Pashmina gefertigtes Tuch bezeichnet. Pashmina ist keine anerkannte Materialbezeichnung sonder ein Produkt, zudem ist der Begriff nicht geschützt. Ein Pashmina Schal besteht typischerweise aus 70% Kaschmir und 30% Seide.

Kaschmir

Kaschmir wird aus dem Unterhaar der Kaschmirziege gewonnen. Die Kaschmirziege stammt aus der Himalaya Region und lebt dort auf bis zu 4.500 Metern Höhe. China ist der grlößte Produzent von Kaschmirwolle und hat einen Weltmarktanteil von ca. 70%. Ein weiterer großer Produzent von Kaschmirwolle ist dei Mongolei. Mittlerweile werden auch in anderen Teilen der Welt Kaschmirziegen gezücktet, z.B. in Neuseeland und in Schottland. Die Kaschmirziege kommt ursprünglich in den Farben Scharz, Weiß, Grau oder Braun vor. Im Westen wird hauptsächlich die weiße Kaschmirziege gezüchtet, da sich die daraus gewonnene Wolle gut zum Färben eignet. Das feine Unterhaar wächst den Kaschmirziegen während des sehr strengen Winters mit Temperaturen von unter -40 Grad Celsius. Im Frühling wird das Unterhaar dann von Hand ausgekämmt. Auf diese Weise können pro Jahr und Ziege gut 100 Gramm Kaschmirwolle gewonnen werden. Das Unterhaar der Kaschmirziege zählt zu den feinsten Tierharen und ist deutlich feiner als Schafswolle. Der geringe Ertrag, die aufwändige Gewinnung und die begrenzte Zahl an Kaschmirziegen erklären den hohen Preis dieser Wolle. Kaschmirwolle hat zahlreiche postitive Eigenschaften die sie zur optimalen Wolle für den Pahsmina Schal macht, sie fühlt sich angenehm weich an und wärmt im Winter erstklassig.

Seide

Der zweite Bestandteil von Pashmina Schals ist Seide. Seide ist eine Naturfaser die aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen wird. Seide stammt ursprünglich aus China, das nach wie vor der weltweit größte Produzent diesere edlen Textilfaser ist. In früheren Zeiten stellte Seide ein wichtiges Handelsgut dar das über die Seidenstraße auch nach Europa exportiert wurde. Es ist nicht genau bekannt seit wann Seide schon zur Textilherstellung verwendet wird aber es dürfte ca. 3.000 Jahre v. Chr. gewesen sein. Zunächst wurde Seide nur in China produziert. Nachdem es ca. 500 – 600 n. Chr. gelang Eier der Seidenraupe außer Landes zu schmuggeln konnte Seide auch in anderen Teilen der Welt hergestellt werden. Beim verpuppen erzeugen die Seidenraupen den Seidenfaden mit speziellen Drüsen und wickeln diesen um sich herum. Bevor die Raupen schlüpfen können werden sie abgetötet damit der Kokon nicht zerissen wird. Danach kann der Seidenfaden abgewickelt werden. Ihre Eigenschaften machen Seide zum optimalen Material für die Pashmina Schal Herstellung. Seide verfügt über einen schönen Glanz, wärmt im Winter und läßt sich besonders gut Färben.